In der vergangenen Wintersaison waren wir Teil zweier außergewöhnlicher Skireisen in Georgien. Unweit von Mestia, einem historisch und kulturell sehr bedeutenden Ort, erlebten wir Freiheit auf Skiern und konnten einen tiefen Einblick in die größtenteils noch unberührte Winterlandschaft am Hauptkamm des Großen Kaukasus gewinnen. 2017 geht's ein weiteres Mal dorthin. Und hier berichten wir über die Erfahrungen der letzten Saison.

Swanetien liegt im Norden Georgiens. Die Region gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und galt einst als die Schatzkammer des Landes. Zeugen des Reichtums sowie starker Familienverbände sind die Kaukasischen Wehrtürme. Die aus dem 14.-17. Jahrhundert stammenden Verteidigungsbauwerke dienten der Verteidigung und als Zufluchtstädte bei Angriffen.

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Mestia

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Die Wehrtürme von Mestia bei Nacht.

Wie gelangt man nach Swanetien? Ganz offen gesagt, ist die Anreise nach Mestia - unserem Stützpunkt in Swanetien - aufwendig. Der Flugstrecke nach Batumi (BUS) folgt eine mehrstündige Busfahrt auf teils holpriger Straße. Erreicht man das Hotel im historischen Ort, legt man die Gedanken des Alltags leicht ab und man begegnet einer faszinierenden Kultur und gastfreundlichen Menschen.

Die Heliskireisen nach Swanetien werden seit bereits mehreren Jahren von SKI-BERGE-ABENTEUER organisiert. Unsere Freunde aus dem Schwarzwald sind stets bemüht, den Bedürfnissen von SkifahrerInnen mit exotischen Gelüsten nachzukommen. Die dem Unternehmen namensgebende Prämisse lautet "Ski-Berge-Abenteuer", und dabei kann es schon einmal passieren, in einem bislang noch unbefahrenen Teil des Kaukasus seine Schwünge zu ziehen. In einem schier grenzenlosen Gebiet operieren Bergführer und Piloten mit höchster Sicherheits- und Sorgfaltspflicht. In Kleingruppen mit vier Personen pro Bergführer stehen große Abfahrten zur Wahl. In Abstimmung zu den vorherrschenden Verhältnissen werden die entsprechenden Gebiete gewählt um ein Optimum an Qualität und Fahrfreude zu gewährleisten.

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Kleine Gruppe, moderner und gut gewarteter Helikopter.

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Heliski-Profi im Cockpit. Der schwedische Pilot Mats Widgren begleitete bereits mehrere Heliskiwochen in Swanetien.

An Tagen mit stabilem Schönwetter ist man von morgens bis abends unterwegs. Die Anzahl von Runs und gefahrenen Höhenmetern wird nebensächlich, die Faszination für Landschaft und Berge, für die Exklusivität des eigenen Tuns, deutlich. Zu Mittag wird im Gelände die Jause verzehrt. TeilnehmerInnen tauschen ihre Erlebnisse aus. Am Ende des Tages erinnert man sich kaum noch an jede einzelne Abfahrt - zu viele waren es.

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Aufwärmfahrt am Morgen

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Mittagsrast am Berg.

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Pulverschnee höchster Qualität.

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Genügend Freiraum für jeden.

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Lines, die vermutlich noch nie jemand zuvor gefahren ist.

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Großartige Szenerie unterhalb des Uschba.

Natürlich scheint auch in Georgien nicht jeden Tag die Sonne und man fragt sich, was man bei Schlechtwetter unternimmt? Einige Waldabfahrten in einem nahegelegenen, kleinen Skigebiet und die Besichtigung der Wehrtürme sowie zweier Museen helfen, die Zeit in der nicht geflogen werden kann, zu überbrücken. Auch ist mit dem Heliport direkt am Hotel die Voraussetzung geschaffen, spontan auf Änderungen zu reagieren und vom Wetter begünstigte Gebiete in Kürze zu erreichen. Schnee fällt jedenfalls genug in den Bergen. Von Ende Februar bis Anfang April herrschen meist günstige Bedingungen für Heliski.

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Die Berge im Großen Kaukasus sind äußerst schneesicher.

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Powderskiing auf über 3.500 m Seehöhe.

Das Skigelände ist komplex. In einem hochalpinen Umfeld bewegen wir uns vorwiegend in Höhen zwischen 2.500 m und 3.800 m. Der Doppelgipfel des Uschba (4.737 m) dominiert das Landschaftsbild nördlich von Mestia. Im Osten ragt der formschöne Tetnuldi (4.858 m) in den Himmel und im Südwesten grenzt die 30 km lange Gebirgskette der Laila an. Jedes Tal bringt neue Möglichkeiten und selbst nach sechs makellosen Skitagen gewinnt man nur einen begrenzten Überblick. Lange Abfahrten mit bis zu 1.800 Tiefenmetern sind möglich. Die Berechnung der Flugskosten erfolgt nach Flugzeit, nicht nach Tiefenmetern - was den TeilnehmerInnen in Swanetien besonders zu Gute kommt. Man fährt mit angelegtem Sitzgurt, denn auch Gletscher werden befahren. Das Angebot richtet sich an erfahrene, selbstständige SkifahrerInnen, die nach Besonderheit und Wertigkeit suchen.

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In den Bergen Swanetiens ist Exklusivität geboten. SKI-BERGE-ABENTEUER ist der einzige Anbieter von Heliski in der Region.

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Vor allem erfahrene und sportliche SkifahrerInnen kommen ganz auf ihre Kosten.

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Die Abrechnung nach Flugzeit ermöglicht lange, ausgedehnte Runs in unterschiedlichen Teilregionen des Gebirges.

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Fast schade um hier nur einmal abzufahren. Aber es gibt noch vieles zu entdecken...

Es gilt anzuknüpfen, an das in der vergangenen Saison Erlebte. In Gemeinschaft mit SKI-BERGE-ABENTEUER führen wir insgesamt fünf Wochen in einem der wohl vielseitigsten und faszinierendsten Heliskigebiete der Welt.

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Wir blicken zurück auf eine erlebnisreiche erste Saison und freuen uns auf Kommendes.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit hier.

Text und Bilder: Matthias Knaus